Testpersonen für Alkoholstudie gesucht

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Das Universitätsklinikum Bonn sucht gesunde Testpersonen für eine Studie zur Erforschung der Alkoholabhängigkeit. Die Probanden erhalten eine CD mit Bildern ihres Gehirns sowie eine Aufwandsentschädigung von mindestens 70 Euro. Laut Suchtbericht der Bundesregierung sind in Deutschland rund 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig. Mit der Studie möchten die Wissenschaftler herausfinden, ob sich die Gehirnfunktion von alkoholkranken und gesunden Menschen unterscheidet.

Außerdem wollen sie untersuchen, ob für derartige Unterschiede sowie die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit genetische Faktoren verantwortlich sind. Dadurch soll der Grund für derartige Störungen besser verstanden und die Behandlung optimiert werden.

Die Testpersonen sollen männlich, zwischen 35 und 65 Jahren sein, keine Drogen oder psychogenen Medikamente nehmen und keine Hirnerkrankungen oder psychischen Störungen aufweisen. Auch von einer Alkoholerkrankung sollen sie dementsprechend nicht betroffen sein. Alkoholabhängige Menschen wurden bereits untersucht. Die jetzt gesuchten gesunden Testpersonen sollen als Vergleich dienen und helfen, Unterschiede zwischen gesunden Menschen und alkoholkranken Menschen zu finden. Die Probanden unterziehen sich einer Kernspintomographie. Das ist eine völlig ungefährliche Methode, mit der sich die Aktivität verschiedener Hirnregionen ermitteln lässt. Zusätzlich messen die Forscher anhand kurzer Aufgaben grundlegende Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Für genetische Untersuchungen nehmen sie den Testpersonen zudem einige Milliliter Blut ab.

Die genetischen Daten müssen für eine fehlerfreie Auswertung möglichst einheitlich gehalten werden. Deshalb können nur Menschen mit gleicher Umwelt, das heißt Probanden deutscher Abstammung oder Abstammung aus einem angrenzenden Nachbarstaat, in die Studie eingeschlossen werden. Insgesamt umfasst die Untersuchung zwei Termine von jeweils knapp drei Stunden Dauer.

Kontakt: Interessenten können sich per E-Mail an Annette Seissinger ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ) wenden oder montags, mittwochs und donnerstags unter der Telefonnummer 0228/28719578 anrufen.

Quelle: Universität Bonn
Bildnachweis: Jetti Kuhlemann, pixelio.de

 

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